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135 Jugendliche in Hannover: Deutsche Autos sind zu dick!
135 Jugendliche in Hannover: Deutsche Autos sind zu dick!

08.10.2008 | David Petersen

Beim großen Klimaaktionstag am 04.Oktober in Hannover fordern 135 jugendliche Umweltschützer in Hannover eine klimafreundliche Verkehrspolitik! Deutsche Autos sind sicherlich technologisch auf einem hohen Stand. Doch gelernt hat die Automobilindustrie scheinbar trotzdem wenig.

Die deutsche Automobilindustrie baut weiterhin immer schwerere und viel zu schnelle Autos und verspielt damit die Möglichkeit endlich auch mal etwas für unser Klima zu tun! Stattdessen propagiert allen voran Mercedes und BMW das Bild vom fetten Auto, dass einem Macht und Status verleihen soll! Bei diesem Irrsinn ist es nicht verwunderlich, dass die Autokonzerne ihre eigenen Versprechen brechen: Statt den Durchschnittsverbrauch neuer Autos bis zum Jahr 2008 auf 5,7 Liter/100km zu senken, lag der durchschnittliche Flottenverbrauch 2007 bei etwa 7,2 Liter/100km. Schon heute ist der PKW-Verkehr für rund 12% der CO2-Emissionen in Deutschland verantwortlich. Darum war es an der Zeit, dass auf dem Greenpeace Jugendtreffen in Hannover ordentlich Gegenwind erzeugt wurde.

Vom 02.-05.Oktober wurde es stürmisch in Hannover... Doch lag dies nicht an einer Schlechtwetterfront, sondern am Herbststurm - dem bundesweiten Jahrestreffen der Greenpeace Jugend. 135 Jugendliche aus ganz Deutschland fanden sich in der IGS Linden ein und hatten eine Menge Spaß bei verschiedenen Workshops bei dem auch der Referent Michael Frömming vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) zu Gast war, sowie vielen anderen Angeboten wie auch einer Betriebshofbesichtigung vom Verkehrsbetrieb ÜSTRA. Nebenbei wurde fleißig für die fette Aktion am Samstag gebastelt...

Denn den kreativen und wilden Höhepunkt erreichte der Herbststurm am Samstag mit einem großen Aktionstag in der Innenstadt von Hannover. Los ging es mit einem bunten Demozug. Trommeln heizten der Stimmung richtig ein, so dass die Pinguine ganz schön ins Schwitzen kamen. Es wurde gehüpft, gesungen und ordentlich Flyer verteilt. Am Opernplatz gab es dann ein großes Gruppenfoto und es bildeten sich kleine Aktionsgruppen an verschiedenen Standorten in der Innenstadt. Auf dem Kröpke präsentierten sich bei einer Klimamodenshow verschiedene Verkehrsmittel den Passanten. Die Bewertung oblag der Jury „Mutter Natur“. Dabei wurde schnell klar, dass eine klimafreundliche Fortbewegung eindeutig voll „in Mode“ ist! Ein paar Schritte weiter stand dick und bräsig ein fettes Klimaschwein - auch als spritfressendes Auto bekannt. Angepriesen von einem Autopriester und seiner Gefolgschaft. Nur wenige Minuten später schoben hektische Ärzte eine riesige Erdkugel auf ihrem Krankenhausbett vorbei. Ihre Mahnung: „Die Erde hat Fieber... und du bist der Arzt“. Doch nicht nur die weißen Kittelträger zeigten ihre Besorgnis über den zweifelhaften Umgang mit der Erde. Am Bahnhofsplatz eröffnete die galaktische Alienkonferenz die Diskussion über die Zukunft der Erde... Gefolgt von einer Schulklasse, die sich mit dem Klimawandel und seinen Folgen und Veränderungen beschäftigte.

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