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Auch Strauss ist eingeknickt!
Auch Strauss ist eingeknickt!

15.11.2007 | Tonja Mannstedt

Nach Protesten in Hannover am 22. Mai 2005 sowie in vielen deutschen Städten hat sich der Strauss-Konzern bereit erklärt, in der kommenden Saison auf Gartenmöbel aus Urwaldzerstörung zu verzichten und ihr Sortiment gerade im Tropenholzbereich auf FSC-zertifizierte Hölzer umzustellen. Ein weiterer Erfolg für Greenpeace: Im Mai hatte bereits die Life-Style-Kette Butlers eingelenkt, nachdem auch hier bundesweit gegen den Verkauf von Möbeln aus Urwaldholz protesiert wurde.

Hintergrund
Die Ladenkette Strauss hat in Deutschland 89 Filialen und verfügt über ein umfangreiches Gartenmöbel-Sortiment, deren Hölzer in den meisten Fällen aus Urwäldern oder nicht zertifizierten Plantagen stammen. Im Frühjahr und Sommer 2005 haben Greenpeace-Gruppen in vielen deutschen Städten gegen den Raubbau in den letzten Urwäldern Indonesiens und die Einkaufspolitik von Strauss Innovation protestiert, die mit ihren Produkten diesen zerstörerischen Holzeinschlag unterstützt. Auch die Greenpeace-Gruppe Hannover hat die Strauss-Filiale in der Stadt aufgesucht.

Einige Wochen nach unserem Protest lenkte Strauss Innovation ein: Strauss hat gegenüber Greenpeace Deutschland Gesprächsbereitschaft signalisiert und angekündigt, in der kommenden Saison auf Gartenmöbel aus Urwaldzerstörung zu verzichten und ihr Sortiment gerade im Tropenholzbereich auf FSC-zertifizierte Hölzer umzustellen. Zwar haben sie laut Angaben von Strauss Anfang 2001 einen einheitlichen Einkaufskodex verabschiedet, der genau dies beinhaltet. Allerdings wird er nicht in die Praxis umgesetzt.

Ein Erfolg für Greenpeace und für die Umwelt! Bereits im Mai hatte sich die Ladenkette Butlers nach Protestaktionen gegenüber Greenpeace verpflichtet, ab dem nächsten Jahr in ihren vierzig Filialen nur noch Tropenhölzer mit FSC Zertifikat oder heimische Hölzer anzubieten.

Protest in Hannover
Am Samstag, den 22. Mai 2005, hat die Greenpeace-Gruppe Hannover mit zehn Aktivisten vor der Strauss-Filiale auf der Lister Meile gegen die Produkte der Lifestyle-Kette protestiert. Strauss verkauft Gartenmöbel aus dubiosen Quellen.

Nur ein einziges Produkt, die Holzstange eines Sonnenschirms, trägt das weltweit anerkannte Öko-Holzsiegel FSC. Alle weiteren Möbel sind aus Teak-Holz, das aus unkontrollierten Plantagen stammt, oder aus dem seltenen Urwaldholz Nyatho. Alles ohne FSC-Siegel! Deshalb fordern die Greenpeacer Keine Gartenmöbel aus Urwaldzerstörung, so stand es auch auf dem Banner.

Die Greenpeacer aus Hannover informierten Passanten und Besucher der Strauss-Filiale darüber, dass Strauss Urwaldmöbel verkauft. Gleichzeitig erklärten sie, worauf man beim Kauf von Gartenmöbeln achten sollte, und verteilten über 1.200 Infoblätter.

Ergebnis
Unsere Proteste haben dazu geführt, dass der Strauss-Konzern seine Unternehmenspolitik ändert und zukünftig nur noch FSC-Holz anbietet.
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