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Das Sterben der Wale
Das Sterben der Wale

14.11.2007 | Tonja Mannstedt

Am 17. April 2004 haben wir von der Greenpeace Jugend am Kröpcke eine Unterschriftensammlung begonnen. In einem Brief an den Umweltminister Jürgen Trittin forderten wir ihn auf, sich an die Zielsetzungen der UN-Vertragsstaatenkonferenz der Konvention zur biologischen Vielfalt zu halten und diese finanziell zu unterstützen! Den Passanten haben wir als Walfleisch deklarierte Melonen zur Verkostung angeboten, doch keiner wollte davon essen. Lieber haben sie unserem Brief an Trittin unterschrieben.

Hintergrund
Am 17. April 2004 haben wir von der Greenpeace Jugend am Kröpke eine Unterschriftensammlung gestartet. Die Unterschriften sollten unsere Forderungen stützen, die wir in einem Brief an den Umweltminister Jürgen Trittin zusammen gefaßt haben: Wir fordern Trittin auf, sich an die Zielsetzungen der UN-Vertragsstaatenkonferenz der Konvention zur biologischen Vielfalt (CBD) zu halten und diese auch finanziell zu unterstützen!

Auf der CBD wurde beschlossen, ein weltweites Netzwerk von Schutzgebieten an Land bis 2010 und in den Meeren bis 2012 einzurichten. Die Meere machen 70 Prozent unserer Erdoberfläche aus, deshalb müssen sie unter besonderen Schutz gestellt werden. Heute sind es erst 0,5 Prozent der Meere, die als Schutzgebiete ausgewiesen sind. Diese Anteil muss dringend erhöht werden.

Lieber Melone statt Walfleisch
Unter dem Motto Wale: Tod durch Ertrinken, Vergiftung, Lärm und Jagd haben wir die Passanten am Kröpke aufgefordert: Schützen Sie unsere Meere!

Wir haben ihnen als Walfleisch deklarierte Melonen zur Verkostung angeboten und mit einem Aufnahmegerät Walgesänge vorgespielt. Damit sollte den Passanten deutlich gemacht werden, wie alltäglich der Verzehr von Walfleisch in Walfang-Nationen wie Norwegen und Japan geworden ist.

Wir haben Passanten über den Lebensraum der Wale in den Weltmeeren informiert, über die starke Bedrohung durch den Walfang und die zunehmende Meeresverschmutzung.

An die Melonen, die symbolisch für das Walfleisch standen, traute sich kein Passant ran. Um so häufiger griffen sie dafür bei unseren Walbroschüren zu.

Ergebnis
Unsere Aktion hatte überwiegend positive Resonanz. Viele Leute beteiligten sich an der Unterschriftenaktion: Wir konnten 300 Unterschriften sammeln und viele intensive Gespräche führen. Wir haben allerdings festgestellt, dass viele Menschen keine Kenntnis von Konvention zur biologischen Vielfalt haben.
Unser Tipp
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