Greenpeace Hannover Logo
Der Schlaf der Ungerechten
Der Schlaf der Ungerechten

14.11.2007 | Tonja Mannstedt

Vor der Konferenz Zukunft der Energieversorgung in Deutschland legten sich zehn Greenpeacer am 13. Mai 2004 vor dem Haus der Industrie in Hannover in Liegestühlen schlafen. Damit protestierten sie gegen die Konferenz, zu der Umweltminister Horst Sander (FDP) eingeladen hatte: Kein Vertreter der regenerativen Energien durfte an der Podiumdiskussion teilnehmen. Wir forderten eine Zukunft mit umweltfreundlichen Energien und dem richtigen Energiemix ohne Atomkraft und Kohle.

Hintergrund
Der niedersächsische Umweltminister Horst Sander (FDP) hatte am 13. Mai 2004 zu einer Konferenz um die Zukunft der Energieversorgung in Deutschland nach Hannover einladen. Unter den Gästen waren fast ausschliefllich die Chefs der großen Atom- und Kohlekonzerne wie eon und RAG (Ruhrkohle AG). Es war nur ein Vertreter der Regenerativen vertreten, der aber von der Podiumdiskussion ausgeschlossen war. Horst Sander hatte zuvor vor der Ökologisierung der Industrie gewarnt.

Lesen Sie auch unsere Presseeinladung zu unser Protestaktion vor dem Haus der Industrie am Schiffgraben in Hannover.

Vor Beginn der Konferenz legten sich zehn Greenpeacer vor dem Eingang des Haus der Industrie in Liegestühlen schlafen. Hinter ihnen stand ein Banner mit der Aufschrift Hier verschlafen eon, RAG und Minister Sander die Energiewende.

Rechts und links neben den Schlafenden hatten wir einen Kohlehaufen und ein Atommüllfass aufgestellt. Sie symbolisierten die Energien, auf die die Energiewirtschaft und Umweltminister Horst Sander setzen.

Nach der Konferenz verließen die Energievertreter und der Minister aus dem Haus. Jetzt gaben wir ihnen unser Informationsmaterial über die Energien der Zukunft: Für die zukünftige Stromversorgung brauchen wir den richtigen Mix aus erneuerbare Energien und Gaskraftwerke, die Strom und Wärme gleichzeitig produzieren.

Außerdem muss die Bundesregierung gute Energiesparprogramme starten. Das schont die Umwelt und schafft viel mehr Jobs als Kohle- und Atomkraftwerksbau!

Ergebnis
Das Bild, das wir in unseren Liegestühlen ablieferten, war ungewöhnlich und erregte Aufsehen bei Passanten und Autofahrern. Teilweise kam es zu längeren Diskussionen. Von der Presse waren ein Filmteam von Hallo Niedersachsen und ein NDR-Reporter anwesend. Im Anschluss gaben wir ein Interview zu der Protestaktion in Radio Flora. Die Nachrichtenagentur dpa berichtete über uns.
Unser Tipp
Fisch-Einkaufsratgeber

Fisch-Einkaufsratgeber

Kampagnen
Diesel macht krank

Diesel macht krank