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Die Greenpeace-Gruppe Hannover auf Genradtour
Die Greenpeace-Gruppe Hannover auf Genradtour

19.11.2007 | Tonja Mannstedt

Am 8. September 2007 haben die JAGs der Greenpeace-Gruppe Hannover mit JAGlern aus Oldeburg und Celle, weiteren Greenpeace-Aktivisten und interessierten Bürgern eine Radtour durch das Neustädter Land veranstaltet. Intention dieser Radtour war, die Bürger der Region auf die Gen-Mais-Felder vor Ihrer Haustür aufmerksam zu machen und den Protest gegen den Anbau zu verschärfen.

Hintergrund
Im Neustädter Land wir seit längerer Zeit Gen-Mais (MON810) in Sortenversuchen oder auch zur so genannten Koexistenzforschung angebaut. Bislang ist der Protest gegen den Gen-Maisanbau leider noch relativ verhalten, da viele Bürger nicht einmal von der Existenz dieser Maisfelder wissen. Ziel war es nun die Bürger auf den Anbau aufmerksam zu machen und somit eine Protestwelle anzukurbeln.

Ablauf der Genradtour
Zum Auftakt der Radtour gegen Gentechnik bauten die Aktivisten einen Infostand und ein Aktionsbild in der Neustädter Innenstadt auf. In einem Käfig sperrten sich die Greenpeacer, getarnt als Verbraucher, ein und wurden von verrückten Wissenschaftlern mit Genmais gefüttert. Darüberhinaus informierte man Passanten über den Anbau in Ihrer Region und mögliche Folgen des Anbaus.

Um 13 Uhr machte sich die fahnenbeschmückte Fahrradkolonne auf den Weg zum Bundessortenamt nach Scharnhorst, um von dort aus weiter zu Norddeutschlands größten Gentechnikfeld (11,3 ha) zu gelangen. Auf diesem Feld wir seit 2004 Erprobungsanbau im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums betrieben. Als Protest wurde ein ausgiebiges gentechnikfreies Picknick veranstaltet. Nach der kurzen Stärkung radelte man weiter nach Vesbeck, wo MON810-Mais angebaut, sowie ein Freisetzungsversuch betrieben wird.

An allen Stationen der Radtour wurde ein kleiner Infostand errichtet und Vorträge über den Anbau von gentechnisch verändertem Mais gehalten, um Interessierten und Verantwortlichen genau zu schildern, was der Anbau für Risiken birgt.

Nach ca. 30 gefahrenen Kilometern erreichte die Gruppe den Bahnhof von Bennemühlen, wovon man gemeinsam zurück nach Hannover fuhr.

Einer Fortsetzung im Nächsten Jahr steht nichts im Wege und auch dank der Recherchen von Dr. Margret Brötz (aktive Bürgerin gegen Gentechnik aus der Region) war die Radtour ein voller Erfolg.

Weitere Informationen zum Anbau von gentechnisch veränderten Mais in Deutschland finden Sie auf der Gen-Mais Karte von Grenpeace.

Ergebnis
Die Neustädter Innenstadt war zwar wetterbedingt leider etwas leer, trotzdem konnten die Aktivisten einige Passanten über die Situation des regionalen Gen-Maisanbaus informieren. In der Zeitungsausgabe der Neustädter Zeitung war ein Artikel über unsere Aktion, sowie dem Genmaisanbau in Mariensee zu lesen.
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