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Eindrucksvolles Menschenbild gegen Atomkraft
Eindrucksvolles Menschenbild gegen Atomkraft

16.04.2011 | David Petersen

Hannover, 16.04.2011 – Rund 300 Bürgerinnen und Bürger der Region bekräftigten zusammen mit Greenpeace die Notwendigkeit eines schnellen Atomausstiegs.

Beim Menschenbild stellt jede Person eine Bildpixelpunkt dar. Es wandelt sich dabei von einem Radioaktivzeichen in ein Windrad. Dieses steht symbolisch für eine konsequente Energiewende hin zu 100% Erneuerbare Energien. Ein 11m x 5m großes Banner mit der Aufschrift „Deutschland ist erneuerbar“ unterstreicht diese Forderung. Zudem wurde über empfehlenswerte Ökostromanbieter informiert. In der Region Hannover beziehen bisher erst knapp 9.100 Haushalte Ökostrom von EWS Schönau, Naturstrom, Greenpeace Energy und Lichtblick.

„Zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern aus der Region senden wir heute ein deutliches Zeichen an die Politik und informieren über den persönlichen Atomausstieg“, erklärt David Petersen den Grundgedanken der Aktion. „Spätestens seit Angela Merkel offen von einem schnellstmöglichen Atomausstieg spricht, geht es nicht mehr um das ob, sondern um das wie. Realistische Alternativen sind vorhanden, die Konzepte auf dem Tisch. Bisher fehlt lediglich der entsprechende politische Wille, sowie der nötige Mut sich am wirklich machbaren zu orientieren.“

Anfang der Woche hatte Greenpeace ein Konzept präsentiert, das zeigt, wie sich die Energiewende verwirklichen lässt. Der Plan erklärt kraftwerksgenau und anhand der technischen Realisierbarkeit, wie Deutschland bis 2015 vollständig auf Atomenergie verzichten und bis 2050 zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien versorgt werden kann. Das Konzept belegt, dass die Stromversorgung selbst in Hochlastzeiten gesichert ist, auch wenn dann kaum Strom aus Wind und Sonne zur Verfügung stehen sollte. Für einen geordneten Atomausstieg bis 2015 müssen 16 neue Erdgaskraftwerke ans Netz gehen, die größtenteils bereits im Bau sind. Parallel muss der Anteil von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen gesteigert und der Ausbau der Erneuerbaren Energien bis 2020 auf rund 40 Prozent erhöht werden. Der Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohlekraft erfolgt bis 2040, aus Gaskraft bis 2050.
Der deutsche CO2-Ausstoß würde damit bis 2020 um 46 Prozent und bis 2050 um 90 Prozent gesenkt.

„25 Jahren nach der nuklearen Katastrophe von Tschernobyl versuchen die Stromkonzerne sich immer noch an einer fortschrittsfeindlichen Risikotechnologie festzukrallen, die so viel Leid verursacht hat und derzeit auch akut verursacht“, sagt Ray Kohrt auch mit Blick auf die nukleare Katastrophe in Japan. „Atomkraft stellt ein unverantwortliches Risiko dar. Dabei könnten wir definitiv darauf verzichten.“

Greenpeace Hannover fordert zudem, dass auch regional endlich die nötigen Schritte zu einer konsequenten Energiewende eingeleitet werden. So müssen u.a. auch die kommunalen Stadtwerke, wie Enercity, endlich eine Vorreiterrolle im Ausbau der Erneuerbaren Energien einnehmen und einen überzeugenden Fahrplan ins Zeitalter der Erneuerbaren Energien vorlegen, statt neue Kohlekraftwerke zu planen oder zweifelhafte Ökostromtarife anzupreisen.

> Zu den Aktions-Fotos
> Infos zu empfehlenswerten Ökostromanbietern
> Zum Veranstaltungsflyer des regionalen Tschernobyl-Bündnis [PDF-Dokument]



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Mehr zum Thema:
> Zum Greenpeace-Energiekonzept
> Atomkraft abschalten - Deutschland ist erneuerbar

Medienecho online - eine Auswahl:
> Menschenbild für die Energiewende [greenpeace.de]
> 300 Umweltschützer setzen ein Zeichen gegen Atomkraft [HS]
> Protest gegen Atomkraft in Hannover [HAZ]
> Protest mit Menschenbild gegen Atomkraft in Hannover [NP]

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