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Einkaufsführer: Kein Genfood im Einkaufswagen
Einkaufsführer: Kein Genfood im Einkaufswagen

15.11.2007 | Tonja Mannstedt

Am 21. Februar 2004 machten sich 13 Greenpeacer zur Lister Meile auf, verkleidet als Bauern und Bäuerinnen. Wir zogen einen Bollerwagen hinter uns her, randgefüllt mit einer begehrten Ware, dem Einkaufsführer von Greenpeace. Das Einkaufsnetz von Greenpeace hat ihn nach monatelangen Befragungen zahlreicher Lebensmittelhersteller herausgegeben. Da steht drin, ob in Ihrem Lieblingsmüsli oder in der Wurst auf Ihrem Brötchen gentechnisch veränderte Bestandteile enthalten sein könnten.

Hintergrund
Wer weiß schon, was man noch im Supermarkt kaufen kann, ohne dabei unerkannt Gentechnik veränderte Produkte im Einkaufswagen zu haben? Monate vor der Verordnung der Kennzeichnung von Gentechnik-Lebensmitteln, die am 15. April 2004 in Kraft tritt, hat Greenpeace Hunderte von Lebensmittelherstellern befragt, ob sie Gentechnik in ihren Produkten verwenden. Daraus ist der Einkaufsführer vom Greenpeace-Einkaufsnetz entstanden, ein Service an den Verbraucher.

Braucht man den Einkaufsführer noch, wenn Mitte April gentechnisch veränderte Lebensmittel gekennzeichnet werden müssen? Ja, denn es werden nur pflanzliche Produkte ausgewiesen. Frißt das Vieh Genmais, müssen Fleisch, Milch oder Eier nicht als gentechnisch verändert ausgezeichnet werden. Hier setzt der Einkaufsführer an und schließt die gesetzliche Lücke für einen vollständigen Verbraucherschutz. Wir verteilten den Einkaufsführer in Hannover an die Verbraucher.

Kleiner Einkaufsführer - große Resonanz
Lister Meile, 21. Februar 2004. 13 Greenpeacer aus Hannover, darunter auch Greenpeace-Jugendliche, verteilten den Einkaufsführer an Passanten. Wir waren als Bauern und Bäuerinnen verkleidet: Damit wollten wir eine umweltverträgliche, ökologische Landwirtschaft symbolisieren.

Das Einkaufsnetz von Greenpeace hat den Einkaufsführer nach Befragungen zahlreicher Lebensmittelhersteller herausgegeben. Greenpeace fordert eine Lebensmittelproduktion ohne gentechnisch veränderte Zutaten und keine Gentechnik im Tierfutter.

Wir zogen einen Bollerwagen durch die Einkaufsstraße, in dem wir Hunderte von Exemplaren des Einkaufsführers sowie Infomaterial über Gentechnik bereit hielten. Auf den Plakaten, die am Wagen befestigt waren, stand Gentechnik mach Dich vom Acker! Auf der Lister Meile fanden wir ein gutes Plätzchen: Hier sprachen wir mit Passanten über den Inhalt des Greenpeace-Heftchen und über Vor- und Nachteile der zukünftigen Kennzeichnungspflicht.

Die Mehrheit der Passanten lehnt Gentechnik in ihrem Essen ab und findet die Arbeit von Greenpeace wichtig.

Die Verbraucher waren sehr interessiert an unserer Informationsbroschüre. Wir erklärten ihnen, wie einfach man den Einkaufsführer beim Einkaufen nutzen kann und was die grünen, gelben und roten Punkte neben den Produkten bedeuten: Sie stehen für Wir verzichten auf Gentechnik, Wir bemühen uns, Gentechnik in Zukunft auszuschließen und Unsere Produkte können Gentechnik enthalten.

Ergebnis
Viele Verbraucher hatten bereits in den Medien vom Einkaufsführer gehört und nahmen ihn gern mit nach Hause. Das Thema Keine Gentechnik im Essen stieß generell auf positive Resonanz, nach drei Stunden hatten wir über 800 Heftchen verteilt.
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