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Einkaufstüte bei Real: Essen ohne Gentechnik
Einkaufstüte bei Real: Essen ohne Gentechnik

15.11.2007 | Tonja Mannstedt

Lebensmittel von Real kommen nicht mehr in die Tüte, darüber sind sich sieben Greenpeacer aus Hannover einig, die mit einer acht mal zehn Meter großen Einkauftüte am 20. November 2003 vor dem Supermarkt Real in Linden protestierten. Wir fordern vom Real-Mutterkonzern Metro die Garantie, dass die für sie und die Töchter Kaufhof, Real und Extra produzierten Lebensmittel keine Gentechnik und hohen Pestizidrückstände enthalten.

Hintergrund
Verbraucher wollen gentechnikfreie Lebensmittel ohne Pestizidrückstände. Solange Real das nicht garantiert, ist klar: Lebensmittel von Real kommen nicht mehr in die Tüte, erklärt Henning Strodthoff, Gentechnik-Experte von Greenpeace. Die Metro-Tochter Real gehört zu den wenigen Supermärkten, die Gentechnik in seinen Produkten nicht ausschließen wollen. Zum Metro-Konzern gehören neben rund 250 Real-Verkaufsmärkten unter anderem auch Kaufhof, Horten und Extra.

Die Metro will Gentechnik in ihren Eigenmarken nicht ausschließen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Greenpeace-Verbraucherorganisation EinkaufsNetz bei deutschen Handelsunternehmen. Dass Metro nicht den Verzicht auf Gentechnik garantieren kann, widerspricht eindeutig ihrem selbst angepriesenen System der Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln auf allen Produktionsstufen.

Greenpeace Hannover protestiert vor Real gegen Genfood
Stoppt Gift und Gentechnik im Essen! steht auf der acht mal zehn Meter großen Tüte. Sieben Greenpeacer aus Hannover haben sich neben der aufgeblasenen Einkaufstasche vor Real in Linden aufgereiht und protestieren gegen Gentechnik und Pestizide in Lebensmitteln. Wir fordern vom Real-Mutterkonzern Metro die Garantie, dass die für sie und die Töchter Kaufhof, Real und Extra produzierten Lebensmittel keine Gentechnik und hohen Pestizidrückstände enthalten. Betroffen sind vor allem Eigenmarken wie Tip.

Mit Informationsmaterial über den Metro-Konzern und die Gefahren der Gentechnik im Essen kommen wir mit Verbrauchern ins Gespräch, die in der Supermarktkette einkaufen. Die Resonanz auf unseren Protest ist sehr positiv. Vor allem jungen Familien sprechen sich gegen die mögliche Gentechnik in den Eigenmarken des Konzerns aus. Nach einer Stunde haben Käufer bereits an den Kassen so viele Protestpostkarten abgegeben, dass die Kassiererinnen die Annahme weiterer Karten verweigern.

Ergebnis
Die Reaktionen der Verbraucher waren sehr gut - sie unterstützen größtenteils unsere Forderungen und schicken Protestpostkarten an den Metro-Chef. Durch medienwirksame Aktionen bundesweit hat der Metro-Konzern kurz vor Weihnachten eingelenkt und erklärt, in Zukunft in seinen Eigenmarken keine genmanipulierten pflanzlichen Zutaten mehr zu verwenden. Ein klarer Erfolg für Greenpeace und das EinkaufsNetz! Metro garantiert allerdings nicht, dass in den Regalen keine Produkte von Tieren (Eier, Milch und Fleisch) auftreten, die mit Gentechnik gefüttert wurden.
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