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Elektroschrott-Cyborg vor der CeBIT
Elektroschrott-Cyborg vor der CeBIT

13.11.2007 | Tonja Mannstedt

Vom 9. bis zum 15. März 2006 protestierte Greenpeace anlässlich der IT-Messe CeBIT vor dem Messegelände in Hannover gegen die Verwendung von Giftstoffen bei der Herstellung von Elektrogeräten. Auch prangerte Greenpeace die Entsorgung von Elektroschrott in Ländern wie Indien und China an, wo Menschen unter gesundheitsschädlichen Bedingungen den Müll entsorgen müssen. Acht IT-Fachleute informierten die CeBIT-Besucher über die Folgen von Elektroschrott und Giftstoffen für Mensch und Umwelt.

Hintergrund
In Computern, Handys und anderen elektronischen Geräten stecken hunderte verschiedene Bauteile - und damit auch jede Menge giftige Chemikalien. Das größte Problem sind bromierte Flammschutzmittel und PVC sowie Schwermetalle wie Blei, Cadmium und Quecksilber. Die Chemikalien reichern sich zum Beispiel in der Umwelt an und schädigen unsere Gesundheit. Einige Firmen haben sich bereits verpflichtet, auf diese Schadstoffe in Zukunft komplett zu verzichten. Greenpeace fordert von der gesamten Branche, das Gift aus den Geräten zu verbannen.
Technik von morgen - Müll von morgen

Vor den Eingang West 1 des Messegeländes in Hannover haben rund 15 Greenpeace-Aktivisten einen fünf Meter grossen Elektroschrott-Cyborg aufgebaut. Damit protestierten die Umweltschützer vom 9. bis zum 15. März 2006 vor der IT-Messe CeBIT gegen Elektroschrott. Greenpeace fordert die Industrie auf, Giftstoffe wie Schwermetalle, PVC in Kabeln, Flammschutzmittel in Platinen und Gehäusen, die bei der Herstellung von Elektrogeräten eingesetzt werden, bereits bei der Produktion zu vermeiden.

In den Bauch des Cyborg-Riesen war ein Monitor eingelassen. Ein Film stellte dar, wie Elektroschrott aus westlichen Industrieländern in Indien und China entsorgt wird und dabei Menschen und Umwelt vergiftet. Dieser wird begleitet von der Forderung von Greenpeace High Tech braucht kein Gift.

Acht IT-Fachleute von Greenpeace standen den CeBIT-Besuchern Rede und Antwort. Sie diskutierten über Alternativen und verantwortungsvolles Handeln in der IT-Branche.

Auf dem Boden vor dem Cyborg lag ein gelbes Stoffbanner. Darauf stand in vier verschiedenen Sprachen Hi-Tech - Highly toxic, das bedeutet High Technology - hoch giftig.

Ergebnis
Viele CeBIT-Besucher waren an der dargestellten Problematik interessiert und hatten keine Kenntnis davon, wo ihr ausgedienter PC oder das alte Handy landen. Sie informierten sich bei den IT-Fachleuten von Greenpeace über Alternativen und Lösungen.
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