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Endlich: Enercity gibt Beteiligung am Kohlekraftwerk Staudinger auf!
Endlich: Enercity gibt Beteiligung am Kohlekraftwerk Staudinger auf!

03.11.2010 | Henning Dick

Greenpeace Hannover begrüßt die Entscheidung von Enercity (Stadtwerke Hannover), die Beteiligung an dem Kohlekraftwerk Staudinger in Hessen aufzugeben. Enercity wollte sich ursprünglich mit 300 Mio Euro an dem Bau eines E.ON Kohle-Großkraftwerk beteiligen. In der Vergangenheit protestierte Greenpeace Hannover mit zahlreichen Aktionen gegen den geplanten Klimakiller.

Der Höhepunkt war dabei im letzten Jahr eine Übergabeaktion vor dem Enercity-Cafe in Hannover. Mit einer übergroßen Protest-Postkarte wurden die zahlreichen Unterschriften der BürgerInnen Hannovers gegen die Beteiligung von Enercity an den Vorstand der Stadtwerke übergeben.
Zudem fanden Gespräche mit dem technischen Vorstand Harald Noske und dem Aufsichtratvorsitzenden Walter Meinhold von Enercity statt. Auch hier war unsere Botschaft eindeutig: Investitionen in den Neubau von Kohlekraftwerken sind klimapolitisch und wirtschaftlich unverantwortlich!

Die Erreichung der klimapolitischen Ziele gelingt in Deutschland nur, wenn auch im Energiemarkt auf eine konsequente Energiewende - mit dem Ziel 100% Erneuerbare Energie - gesetzt wird und nicht auf neue Kohlekraftwerke.
Wirtschaftlich hätte die Beteiligung an dem Großkraftwerk in Hessen zudem ein finanzielles Risiko für die Stadtwerke Hannover bedeutet - vor allem unter Berücksichtigung der steigenden Brennstoffkosten.
Daher sollte Enercity jetzt endlich ernst machen mit ihrem Werbeversprechen von positiver Energie und konsequent in Erneuerbare Energien investieren!

Greenpeace Hannover wird sich jedenfalls weiter für den überfälligen Umbau, hin zu einer dezentralen und klimaverträglichen Energie-versorgung, einsetzen. Entscheidende Maßnahmen sind hier der massive Ausbau der Erneuerbaren Energien, die Erhöhung der Effizienz, Energieeinsparungen und Stromspeichertechnologien.
Für all dies braucht es keinen Neubau von Kohlekraftwerken oder gar eine Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke. Nähere Informationen dazu sind im Greenpeace-Energiekonzept (Plan B 2050) zu finden.


Mehr zum Thema:
> Klimaschutz: Plan B 2050. Deutschland kann klimaneutral werden.

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