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Fahrverbot für Dieselschweine gefördert
Fahrverbot für Dieselschweine gefördert

18.11.2007 | Tonja Mannstedt

Am 6. März 2006 haben Greenpeace-Aktivisten vor dem niedersächsischen Landtag in Hannover ein Dieselschwein geparkt. Der rosafarbene VW-Polo von Greenpeace sieht zwar ungewöhnlich aus mit seinen Schweineohren und der rosa Schnauze, der Wagen ist aber ein handelsübliches Dieselfahrzeug: und das heißt, es hat keinen Dieselrußfilter. Mit diesem Fahrzeug, das hinter Gittern stand, sollte zum Ausdruck gebracht werden, dass Dieselautos ohne Filter nicht in die Stadt gehören.

Hintergrund
Trotz zahlreicher Proteste in den vergangenen Jahren besitzt bis heute nur ein geringer Teil der Dieselfahrzeuge einen Dieselrußfilter. Dabei ist Dieselruß gefährlich und kostet Leben. Die sehr feinen Partikel gelangen über die Atemwege in die Lunge und von dort in die Blutbahn. Dadurch verursachen sie schwerwiegende Krankheiten. Tausende von Menschen leiden heute an unterschiedlichsten Krankheiten durch Dieselruß in der Luft. Viele tausend Menschen sterben jährlich in Deutschland an den Folgen von Dieselruß, das ist umgerechnet mehr als ein Dieselruss-Toter pro Stunde.

Ziel der Protestaktion in Hannover war es, der Landesregierung eine Petition zu überreichen, in der gefordert wird, dass die Bundesregierung Rahmenbedingungen für eine steuerliche Förderung von Dieselvollfiltern schafft. Die zur Zeit geförderten offenen Systeme, wie City-Filter und PM-Kat sind ohne akzeptablen Wirkungsgrad.

Greenpeace protestiert bundesweit gegen die schleppende Einführung des Dieselrußfilters. Bislang werden Dieselrußfilter nur bei Neuwagen gegen Aufpreis eingebaut. Aus Kostengründen weigern sich die Autohersteller, Dieselrußpartikelfilter serienmäßig in ihre Fahrzeuge einzubauen oder Altfahrzeuge nachzurüsten. Dabei ist der Einsatz von Dieselrußfiltern problemlos möglich. Greenpeace fordert daher seit Herbst 2002 die Automobilindustrie auf, alle neuen Diesel-PKWs mit Rußfiltern auszustatten. Vor dem Landtag protestiert Greenpeace gegen Dieselautos ohne Rußfilter

Am 6. März 2006 haben Greenpeace-Aktivisten vor dem niedersächsischen Landtag in Hannover ein Dieselschwein geparkt. Der rosafarbene VW-Polo von Greenpeace sieht zwar ungewöhnlich aus mit seinen Schweineohren und der rosa Schnauze, der Wagen ist aber ein handelsübliches Dieselfahrzeug: und das heißt, es hat keinen Dieselrußfilter. Mit diesem Fahrzeug, das hinter Gittern stand, sollte zum Ausdruck gebracht werden, dass Dieselautos ohne Filter nicht in die Stadt gehören.

Auch eine Station zur Feinstaubmessung hatten die Greenpeacer vor dem Landtag aufgebaut. Damit führt Greenpeace in den Städten Messungen durch, um die Bevölkerung auf die tägliche Belastung durch Dieselruß hinzuweisen.

Ergebnis
Die Petition konnte erfolgreich übergeben werden.
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