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Greenpeace-Aktivisten kennzeichnen Levi’s-Produkte
Greenpeace-Aktivisten kennzeichnen Levi’s-Produkte

08.12.2012 | David Petersen

Greenpeace-Aktivisten haben heute in Hannover Kleidung von Levi's mit Warnhinweisen gekennzeichnet. Im Levi's-Geschäft in der Ernst-August-Galerie und in den Kaufhäusern Karstadt und Galeria Kaufhof haben sie Jeans, T-Shirts und Jacken mit dem Etikett "Diese Textilie hat Wasserverschmutzung verursacht" versehen. Zuvor hat Greenpeace giftige Chemikalien in den Produktionsabwässern von Levi’s-Lieferanten in Mexiko nachgewiesen.

+++ ERFOLG | 13.12.2012: Levis will alle gesundheits- und umweltschädlichen Chemikalien aus der Produktion verbannen. Mehr unter: www.greenpeace.de +++

In Abwasserproben von mexikanischen Textilfabriken, die Jeans für Levi’s herstellen, hat Greenpeace Chemikalien gefunden, die Umwelt und menschliche Gesundheit gefährden. Dazu zählen fortpflanzungsschädigende und für Wasserlebewesen höchst toxische Substanzen wie Tributylphosphat, Trichlorbenzol, chlorierte Aniline, Weichmacher (Phthalate) und Nonylphenolehoxylate (NPE), die im Abwasser zu giftigem Nonylphenol umgewandelt werden. Chemikalien finden sich auch als Rückstände in den Textilien. Das Unternehmen Levi Strauss behauptet jedoch in seinem Nachhaltigkeitsbericht, umweltfreundlich zu produzieren und den Einsatz gefährlicher Chemikalien zu kontrollieren.

Neue Label decken Greenwashing durch Levi's auf

Faser, Waschanleitung, Produktionsland – mehr Informationen gibt auch das Etikett eines Kleidungsstückes von Levi’s nicht preis. Greenpeace-Aktivisten informieren daher mit der heutigen Kennzeichnung bundesweit über die Umweltfolgen der Levi’s-Produktion. Um Verbrauchern den Einkauf giftfreier Mode zu erleichtern, bieten die Greenpeace-Aktivisten auch einen Ratgeber zu Textillabeln an.

Mit der Kampagne Detox fordert Greenpeace weltweit Modemarken auf, saubere Kleidung zu produzieren. Alle großen Hersteller lassen in China, Bangladesch, Pakistan oder Mexiko fertigen – zum Teil mit Chemikalien, die in der EU oder den USA längst verboten sind. Gefährliche Textilchemikalien werden sowohl im Abwasser von Textilfabriken als auch bei der Haushaltswäsche dieser Textilien in Gewässer freigesetzt. Die Greenpeace-Kampagne Detox überzeugte aktuell u.a. auch die Modeketten Zara und Mango, bis zum Jahr 2020 giftige Textilchemikalien durch ungefährliche Alternativen zu ersetzen.

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