Greenpeace Hannover Logo
Greenpeace-Aktivisten protestieren gegen Start der Shell-Ölbohrung
Greenpeace-Aktivisten protestieren gegen Start der Shell-Ölbohrung

13.09.2012 | David Petersen

Heute abend protestierte Greenpeace Hannover auf zwei Tankstellen gegen den Start der Ölbohrungen von Shell. Morgen (Freitag, den 14.09.) findet zudem ab 6:00 Uhr eine große Online-Demo über Twitter statt.

Am Sonntag (09.09.) hatte Shell mit den Ölbohrungen in der Arktis begonnen. Umweltschützer verteilten daher an den Shell-Tankstellen an der Hildesheimer Straße Informationsmaterial und beklebten die Zapfsäulen mit „Kein Öl aus der Arktis“-Stickern. Die Aktion in Hannover ist Teil eines bundesweiten Protestes gegen den Ölkonzern. 

++++ MACH MIT: Online-Demo am 14.09. ++++

Um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen, demonstrieren wir zudem diesen Freitag (14.09.) ab sechs Uhr on- und offline gegen Shell. Dazu wird in der Innenstadt von Hamburg an einer Shell-Tankstelle eine "Twitterwall" aufgestellt. Auf der Anzeigetafel werden die per Twitter gesendeten Proteste gezeigt.

Alle, die einen Twitter-Account nutzen, können mit einem Twit an dem Protest für den Schutz der Arktis teilnehmen. Also: Mitmachen & weitersagen!

  • Mehr Infos unter:www.greenpeace.de

 

Hintergrund: Das Ökosystem der Arktis ist einzigartig und reagiert sehr empfindlich auf Ölunfälle. Experten warnen, dass es bisher keine Methode gibt, einen großen Ölunfall in den arktischen Regionen zu beherrschen. Niedrige Temperaturen, Eis und lange Dunkelperioden verlangsamen dort den natürlichen Abbauprozess des Öls deutlich, das Öl verbleibt damit lange Zeit im Ökosystem.

Ölbohrungen vorübergehend eingestellt

Wie schwierig die Wetter- und Umweltbedingungen in der Arktis sind, zeigt die aktuelle Situation vor Ort. Bereits einem Tag nachdem Shell mit den Ölbohrungen begonnen hat musste der Ölmulti die Bohrungen einstellen, weil ein Eisberg auf die Bohrstelle zutreibt. Noch ist unklar, wann Shell die gefährlichen Bohrungen wieder aufnehmen kann.

Shell schafft Präzedenzfall

Shell ist einer der ersten großen internationalen Ölkonzerne, die die Ausbeutung der Arktis in seinen Fokus stellt. Insgesamt werden etwa 90 Milliarden Barrel Öl (1 Barrel = 159 Liter Öl) in der gesamten Arktis vermutet. Diese Menge reicht aus, um den derzeitigen weltweiten Ölverbrauch für etwa drei Jahre zu decken. Allein vor der Küste Alaskas vermuten Experten ca. 20 Milliarden Barrel Öl.

Unser Tipp
Greenpeace Podcast

Greenpeace Podcast

Kampagnen
Meere brauchen Schutzgebiete

Meere brauchen Schutzgebiete