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Greenpeace Jugendliche fordern giftfreie Mode!
Greenpeace Jugendliche fordern giftfreie Mode!

18.12.2012 | Greenpeace Jugend Hannover

Greenpeace Jugendliche haben am Samstag in der Innenstadt von Hannover mit einem eindrucksvollen 3D-Banner auf das schmutzige Geheimnis der Textilindustrie aufmerksam gemacht.

Voller Tatendrang machten wir, die JAG Hannover, uns am 15. Dezember 2012 auf den Weg in die belebte Innenstadt. Vor dem Hintergrund der Detox-Kampagne stellten sich 10 grüne Jacken und 3 weiße Anzüge der Aufgabe, Passanten anzusprechen und zu einem Foto mit unserem 3-D Banner zu überreden.

Aus einer bestimmten Perspektive hatte der Betrachter das Gefühl, durch ein Loch im Boden auf einen Abwasserkanal zu schauen. Das Wasser erschien giftig grün, was auf die verwendeten Chemikalien in der Textilproduktion hinweisen sollte. Vor allem in China werden diese Giftstoffe in Flüsse geleitet. Die Bevölkerung kommt damit jeden Tag in Berührung, weil sie in den Flüssen fischt, wäscht und das Wasser auf ihren Feldern verwendet. Das verseuchte Wasser gelangt ins Grundwasser, und auch hier bei uns geschieht dies täglich beim Waschen in der Maschine. Ziel unserer Aktion war es, Konsumenten dazu anzuregen, mit den Fotos ihre Lieblingsmarken aufzufordern, bis 2020 diese Chemikalien durch ungefährliche Alternativen zu ersetzen.

Die Aktion war sehr erfolgreich, das Banner war ein guter Blickfang. Bei vielen Leuten haben wir großes Interesse geweckt, und viele waren bereit, ein Foto zu machen und ein Zeichen zu setzen.

Erschöpft aber glücklich haben wir die Aktion beendet.

Diese Aktion der Greenpeace Jugend Hannover findet im Rahmen der aktuell laufenden „Detox“-Kampagne von Greenpeace statt.

Greenpeace fordert die Hersteller auf, gefährliche Chemikalien aus der Produktion zu verbannen

Immer mehr Modemarken verlegen ihre Produktion nach Asien, weil sie dort weniger strengen Umweltauflagen unterliegen. Bevor die Kleidung auf den Markt und in die Läden kommt, wird sie während der Produktion mit diversen Chemikalien bearbeitet. Materialeigenschaften wie „bügelfrei“ oder „antimikrobiell“ können nur durch den Einsatz giftiger Chemikalien entwickelt werden, die die Umwelt und Gesundheit belasten. In China sind derzeit 70 Prozent der Flüsse, Seen und Stauseen von Schadstoffen verschmutzt.

Einige Modemarken haben sich bereits dem Druck der Öffentlichkeit gebeugt und eingewilligt bis 2020 gesundheits- und umweltschädlichen Chemikalien aus ihrer Produktion zu nehmen. Nachdem in den letzten Wochen die Marken Levi's und Zara auf den öffentlichen Druck hin erklärt haben ihre Produktionsprozesse zu entgiften, sollen auch alle weiteren Marken schädliche Chemikalien durch ungefährliche Substanzen ersetzen.

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