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Greenpeace-Protest gegen Atompolitik der CDU/CSU
Greenpeace-Protest gegen Atompolitik der CDU/CSU

30.09.2009 | Silke Schneider

Hannover, 25.09.09 - Auf der Wahlkampfveranstaltung der Union mit Wirtschaftsminister zu Guttenberg (CSU) auf dem Opernplatz in Hannover, demonstrierten 15 Greenpeace-Aktivisten mit zwei großen Bannern und vielen Anti-Atomkraft-Schildern gegen die gefährliche Atompolitik der Union.

Sprüche wie >Grohnde ist überall – Atomkraft nein danke!< und >Sie haben die Wahl – keinen weiteren Atomskandal< machten die Zuhörer auf das umstrittene Thema der Kernkraft aufmerksam. Auch wenn von der Bühne kein Wort über Atomkraft fiel, stand das Thema nun unübersehbar mitten in der Wahlveranstaltung.

Denn die CDU/CSU tritt für Laufzeitverlängerungen der bestehenden Atomkraftwerke ein und macht damit kehrt vom vereinbarten Atomausstieg. Kurioserweise sagt die Union zwar, dass der Neubau von Kernkraftwerken abgelehnt wird (der in Deutschland seit 2002 gesetzlich verboten ist), lässt jedoch trotzdem vom Bundeswirtschaftsministerium neueste Reaktortypen prüfen. Von zu Guttenberg wurde ein Auftrag zur Untersuchung der Sicherheit fortgeschrittener Meiler vergeben. Das geplante 3jährige Projekt läuft direkt nach der Bundestagswahl am 01.10.2009 an und soll unter dem Namen Entwicklung von Rechenmethoden zur Sicherheitsbewertung fortgeschrittener Reaktorkonzepte allerneueste Meiler bewerten, die derzeit weltweit erprobt werden und auf denen die Hoffnung der Kerntechnikbranche für eine weltweite Renaissance der Atomkraft ruht.

Doch die Mehrheit der Bevölkerung lehnt die Nutzung der gefährlichen Atomkraft ab und ist gegen geplante Laufzeitverlängerungen der Atommeiler. Greenpeace hat am 23.09.2009 das Ergebnis einer durchgeführten repräsentativen Meinungsumfrage zum Thema Atomkraft veröffentlicht. Im Vergleich zu den Ergebnissen derselben Umfrage aus dem Jahr 2005 wird deutlich, dass noch mehr Menschen als vor vier Jahren den Atomausstieg wünschen. Es gibt eine klare Positionierung gegen Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken. In allen Parteien gibt es eine Mehrheit für den Atomausstieg. Sogar von den CDU-Wählern sind 52 % im Jahr 2009 für den Atomausstieg, das sind sogar 10 % mehr als 2005.

Alle Einzelheiten zur Greenpeace-Umfrage zum Thema Atomkraft finden Sie unter:
Atomumfrage

Greenpeace fordert daher von der neuen Regierung ein Festhalten am vereinbarten Atomausstieg und keine Rückkehr ins längst überholte Atomzeitalter!
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