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Hand-in-Hand gegen neue Braunkohle-Tagebaue
Hand-in-Hand gegen neue Braunkohle-Tagebaue

25.08.2014 | David Petersen

7.500 Menschen aus über 20 europäischen Ländern haben am Samstag die von der Abbaggerung bedrohten Dörfer Kerkwitz (DE) und Grabice (PL) mit einer eindrucksvollen Menschenkette verbunden. Auch wir waren dabei.

Zusammen mit Bürgern aus der Region Hannover reisten Aktivisten von Greenpeace Hannover in die Lausitz um den örtlichen Protest gegen neue Braunkohle-Tagebau zu unterstützen.

Nach der Menschenkette heizten auf dem ehemaligen Grenzübergang in Polen u.a. die Asian Dub Foundation ordentlich ein. Später ging es zum Lausitzer Klima- und Energiecamp, wo wir unser Zeltlager aufgeschlagen hatten. Am Sonntag machten wir dann noch einen kurzen Zwischenstopp am Tagebau Jänschwalde.

Welzow Süd: Hannover wäre fast komplett abgebaggert

Braunkohle ist der klimaschädlichste aller Energieträger. Dennoch setzen Politiker und Energiekonzerne wie Vattenfall auf weitere Tagebaue, anstatt endlich die notwendigen Schritte für einen Kohleausstieg einzuleiten – sowohl im Hinblick einer konsequenten Energiewende, wie auch eines sozialverträglichen Umbaus.

In der Lausitz spielt sich eines der größten Umweltverbrechen Europas ab. Der schwedische Energiekonzern Vattenfall plant hier weitere gigantische Braunkohlegruben. Vor kurzem erst hat sich die SPD/Linke-Koalition in Brandenburg für den neuen Tagebau Welzow-Süd II entschieden. Ab dem Jahr 2026 soll dort abgebaggert werden. Würde die Abbagerungsfäche von Welzow Süd auf die Stadt Hannover übertragen, dann wäre Hannover fast komplett abgebaggert. Noch größere Tagebaue sind ebenfalls in Planung – z.B. in der benachbarten polnischen Provinz Gubin-Brody.

Tagebau Welzow-Süd II muss gestoppt werden

Die Klimawissenschaft ist in ihrer Analyse deutlich: Fossile Brennstoffe wie Kohle müssen im Boden bleiben, wenn die katastrophalen Folgen des Klimawandels verhindert werden sollen. Allein der jährliche CO2-Ausstoß der drei Braunkohlekraftwerke, die von Vattenfall in der Lausitz betrieben werden, entspricht etwa dem jährlichem CO2-Austoß von ganz Schweden.

Greenpeace fordert den Ausstieg aus der Braunkohle bis zum Jahr 2030 und aus der Kohle insgesamt bis zum Jahr 2040.

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