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Keine Gentechnik im Essen!
Keine Gentechnik im Essen!

18.11.2007 | Tonja Mannstedt

Am 4. Juni 2005 beteiligten sich acht Jugendliche der Greenpeace-Jugendgruppe Hannover an einer Fotoaktion des Greenpeace-Einkaufsnetzes gegen Gentechnik im Essen. Sie fotografierten Passanten mit Sprechblasen, auf denen Aussagen wie Gentechnik kommt mir nicht in den Kühlschrank standen. Dabei informierten die Greenpeacer Passanten über Möglichkeiten, um sich beim Einkauf gegen Gentechnik-Konzerne zu wehren.

Hintergrund
Unter dem Motto Keine Gentechnik im Essen protestiert das Einkaufsnetz von Greenpeace gegen den Anbau von genmanipulierten Pflanzen. Denn die Europäische Union vergibt immer mehr Patente für den Anbau von z. B. genmanipuliertem Mais, Raps oder Rüben. Die Pflanzen werden dabei resistent gegen Herbizide und Insektizide gemacht, um einen besseren Ertrag zu sichern. Die Gentechnik-Konzerne behaupten, den Welthunger beseitigen zu wollen, obwohl feststeht, dass nicht Gentechnik, sondern eine gerechte Verteilung der Lebensmittel die richtige Lösung dafür wäre.

Zudem ist die Gefahr der grünen Gentechnik unberechenbar. Auswirkungen der genmanipulierten Lebensmittel können sich erst in einigen Jahrzehnten äußern. Fütterungsversuche bei Mäusen mit genmanipulierten Erbsen haben gezeigt, dass die Tiere erhebliche organische Störungen hatten. Da Produkte aus einer Produktion mit genmanipuliertem Tierfutter nicht gekennzeichnet werden müssen, ist für den Verbraucher die Nachverfolgbarkeit schwierig. Auch für Landwirte, die keine genmanipulierten Pflanzen anbauen, ist es schwierig, sich gegen Gentechnik in ihren Pflanzen zu schützen, da eine Auskreuzung durch Wind bzw. Pollenflug oder Bienen kaum vermeidbar ist.

Gentechnik kommt mir nicht in den Kühlschrank
Am 4. Juni 2005 beteiligten sich acht Jugendliche der Greenpeace-Jugendgruppe Hannover an einer Fotoaktion des Greenpeace-Einkaufsnetzes Gentechnik kommt mir nicht in den Kühlschrank. Sie informierten Passanten über die Möglichkeit, sich durch ihre Kaufentscheidung gegen die Gentechnik-Konzerne zu wehren und ihre Macht als Verbraucher zu nutzen.

Die Jugendgruppe hatte Sprechblasen mit Sprüchen wie Müller stell dich nicht an, stell um oder Gentechnik kommt mir nicht in den Kühlschrank vorbereitet und fotografierte Passanten mit den Protest-Schildern vor einem Mini-Kühlschrank. Dabei wollten sie die Passanten auf die Gefahr von genmanipuliertem Tierfutter und Lebensmitteln aufmerksam machen. Die Fotos sind im Internet zur Fotogalerie des Einkaufsnetzes zu sehen.

Ergebnis
Die Resonanz war gut. Auch wenn sich die meisten Leute nicht fotografieren lassen wollten, waren sie doch am Thema interessiert, besonders Familien mit kleinen Kindern, die ihre Kinder nicht schon zu früher Zeit einem unkalkulierbaren Risiko aussetzen wollen.
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