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Leere Regale bei Kaufhof: Greenpeace räumt aus
Leere Regale bei Kaufhof: Greenpeace räumt aus

15.11.2007 | Tonja Mannstedt

Mit einem großen Banner demonstrierten wir am 20. September 2003 vor dem Galeria Kaufhof-Supermarkt gegen zu hohe Pestizidbelastung in Lebensmitteln. Auf unserem orange farbenen Transparent stand in Stoppt Gift und Gentechik im Essen! In Inneren des Kaufhofes räumten derweil Aktivisten Trauben, Himbeeren und Äpfel aus den Regalen und in Einkaufswagen. Darauf klebten sie Stoppt Gift und Gentechik im Essen und Bitte für Kinder umzugänglich aufbewahren.

Hintergrund
Das Greenpeace-EinkaufsNetzes hat Mitte September 2003 eine Untersuchung über Pestizidrückstände in Äpfeln, Birnen und Möhren veröffentlicht. Die Ergebnisse sind alarmierend. Die in den Obstproben gefundenen Werte für Pestizide liegen deutlich über dem Grenzwert für Kleinkindnahrung. Dabei ist der Organismus von Kindern viel anfälliger gegenüber Störungen durch Gifte. Nur 0,01 Milligramm Pestizide pro Kilogramm Nahrung sind zulässig. Doch diese gesetzliche Vorschrift gilt bisher nicht für frisches Obst und Gemüse. So kann Ware verkauft werden, für die normale Grenzwerte von bis zum 500fachen gelten.

Auch bei Analysen von Obst und Gemüse der Metro-Gruppe fand Greenpeace in 75 Prozent der Proben Pestizid-Rückstände, oft sogar mehrere davon in einer Probe. In 23 Prozent waren die gesetzlichen Höchstmengen überschritten oder erreicht. Damit lag Metro im Spitzenfeld der beanstandeten Handelsgruppen. Zu unserer Protestaktion vor der Metro-Tochter Galeria Kaufhof in Hannover lesen Sie bitte auch unsere Presseerklärung.

Leere Regale bei Kaufhof in Hannover
Mit einem großen Banner demonstrierten wir am 20. September 2003 vor dem Galeria Kaufhof-Supermarkt gegenüber vom Hauptbahnhof gegen zu hohe Pestizidbelastung in Lebensmitteln. Auf unserem orange farbenen Transparent stand in Stoppt Gift und Gentechik im Essen!

Zuvor wurden bei Tests in Kaufhof-Filialen in Hannover mehrfach Grenzwertüberschreitungen der Pestizidwerte in Obst und Gemüse festgestellt. Weiße Weintrauben und rote Paprika wiesen zu hohe Rückstände von Tetraconazol und Dicofol auf. Auch Mehrfachbelastungen mit verschiedenen Giften, sogenannte Pestizid-Cocktails, waren an der Tagesordnung.

Während wir vor dem Eingang des Kaufhofes mit Verbrauchern und Passanten über die Langzeitschäden von Pestiziden bei Kleinkindern sprachen, räumten Greenpeacer aus Hannover zusammen mit Aktivisten von Greenpeace Deutschland in der Gemüseabteilung des Kaufhofes belastete Obst- und Gemüsesorten aus den Regalen.

Das Obst und Gemüse landete in Einkaufswagen. Orangene Aufkleber mahnten Verbraucher vor möglichem Gift im vermeintlich gesunden Essen: Bitte für Kinder umzugänglich aufbewahren.

Ergebnis
Die Neue Presse berichtete am 22. September 2003 über unsere Obstaktion im Kaufhof.
Unser Tipp
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Essen ohne Pestizide

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