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MITMACHEN: Schreiben Sie ihrem Landtagskandidaten!
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16.01.2013 | David Petersen

Hintergrund: Das Schul-Modellprojekt HannoverGEN ist zu Recht sehr umstritten. Bisher vorliegende Informationen legen nahe: HannoverGEN dient allein der Akzeptanzbeschaffung und soll die Gentechnik in der Landwirtschaft hoffähig machen. Statt Steuergelder in ausgewogene Bildung zu investieren, verschenkt die Landesregierung indirekt Millionen an die Gentechnik-Industrie. Das ist verantwortungslos!

CDU schweigt zu Vorwürfen und verweigert bisher Aufklärung & Konsequenzen

Bis heute schweigen Ministerpräsident McAllister (CDU) sowie der verantwortliche Landwirtschaftsminister Lindemann (CDU) und Kultusminister Althusmann (CDU) zu den Vorwürfen und nötigen Konsequenzen. Auf eine schriftliche Anfrage mit offenen Fragen von Anfang November fehlt bis heute eine Antwort!

Das Agrarbündnis Niedersachsen hat in einer großen Online-Befragung die rund 400 DirektkandidatInnen aller fünf niedersächsischen Parteien in Niedersachsen u.a. zum Thema Gentechnik in der Landwirtschaft / in der Schule befragt. Ergebnis: Lediglich rund 37% der CDU-KandidatInnen haben geantwortet. Davon sprechen sich alle CDU-KandidatInnen für Gentechnik in der Landwirtschaft aus. Rund 78% befürworten und loben HannoverGEN ausdrücklich. Die restlichen KandidatInnen haben sich nicht explizit zu HannoverGEN geäußert.

Die CDU steht mit dieser Haltung allerdings im krassen Widerspruch zu den Positionen der anderen Parteien: Die SPD, Bündnis 90/Die Grünen, DIE LINKE und die Piratenpartei Niedersachsen lehnen das Schulprojekt HannoverGEN als einseitig ab. Selbst die FDP behält sich eine Überprüfung vor.


+++ Übersicht: Antworten & Kontaktdaten der CDU-Landtagskandidaten +++

Stand: 23.01.2013

>>> Schreiben Sie ihren CDU-Direktkandidaten und fordern Sie ihn auf, sich mit den Vorwürfen der Einseitig- und Verhältnismäßigkeit in Bezug auf HannoverGEN auseinanderzusetzen und die nötigen Konsequenzen zu ziehen! Leiten Sie diesen Aufruf gerne an Bekannte, Freunde und Familie weiter. Sie finden hier die nötigen Kontaktdaten und einen Musterbrief, den Sie gerne als Anregung für eine Anfrage nutzen können.

Sollten Sie eine Antwort erhalten, würden wir uns über eine Weiterleitung freuen! Bitte an hannover(at)greenpeace.de, per Fax an 0511 / 164 03 91 oder per Post an Greenpeace Hannover, c/o Umweltzentrum, Hausmannstr. 9-10, 30159 Hannover schicken. Danke!

+++ Muster-Anschreiben als Anregung +++

Sehr geehrte/r Frau/Herr XXXX,
seit Ende 2008 läuft das umstrittene Schul-Modellprojekt HannoverGEN - initiiert vom damaligen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) - an vier Schulen in Hannover. Das Projekt wurde immer wieder massiv kritisiert. Die niedersächsische SPD, Bündnis 90/ Die Grünen, Die Linke und die Piratenpartei lehnen das Projekt allsamt ab. Die FDP behält sich eine Überprüfung vor. Lediglich die CDU hat dazu noch keine klare Stellungsnahme abgegeben.

Am 09.12.12 stellten Greenpeace Hannover und das Bündnis Gentechnikfreie Landwirtschaft Niedersachsen, Bremen, Hamburg eine Evaluation sowie eine Hintergrundstudie zu HannoverGEN vor. Beide Organisationen kommen zu dem eindeutigen Schluss, dass das Projekt seinen eigenen Ansprüchen nach Ausgewogenheit, Sachlichkeit & Nichtbeeinflussung von Lehrern und Schülern nicht gerecht wird! Vor allem das Schulmaterial zur ehtischen Bewertungskompetenz steht in der Kritik. Kritisiert wird zudem die Rolle des federführenden Landwirtschaftsministerium und der wissenschaftliche Koordinator Prof. Dr. Jacobsen, der auch als Gentechnik-Lobbyist aktiv ist.

Bildungspolitisch ist u.a. die unverhältnismäßige Förderung des Projektes zu kritisieren. Über eine Million Euro sind in das Projekt bisher gesteckt worden - größtenteils Steuergelder. Dabei sind die Gentechnik-Labore nur eingeschränkt nutzbar. In Anbetracht vieler bildungspolitischer Baustellen, ist auch dies erklärungsbedürftig.

Ich bitte Sie daher hiermit um eine öffentliche und klare Stellungsnahme!

  1. Haben Sie sich schon mit dem Projekt auseinandergesetzt und wenn ja, wie bewerten Sie persönlich HannoverGEN?
  2. Welche Konsequenzen wurden in Folge der massiven Kritik (Vorwurf u.a. der Einseitigkeit) bisher gezogen?
  3. Sind Sie für eine Weiterführung von HannoverGEN bzw. wie stehen Sie zu einer Ausweitung auf Niedersachsen?

Vielen Dank im voraus!

Mit freundlichen Grüßen

 

Hintergrund: HannoverGEN

Weiterführende Informationen:

 

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