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Nein zum Klimawandel und zur Atomkraft!
Nein zum Klimawandel und zur Atomkraft!

14.11.2007 | Tonja Mannstedt

Am 27. August 2005 luden sieben Greenpeace-Jugendliche Passanten zum Palmenurlaub auf Grönland ein. Sie machten die Passanten auf die zunehmenden Klimaveränderungen aufmerksam. Erste Anzeichen der Erderwärmung lassen sich schon heute feststellen: Gletscher schmelzen, immer häufiger fegen Stürme übers Land, und die Wahrscheinlichkeit von Hochwassern oder Hitzewellen nimmt zu. Klimaforscher gehen davon aus, dass sich die durchschnittliche Temperatur der Erde in den nächsten hundert Jahren um bis zu 6 Grad erhöhen könnte.

Hintergrund
Schon bald kann es zu spät sein, und der Klimawandel wird unabänderlich. Dann sind Waldbrände, Hochwasser, Wirbelstürme und Dürren der Tagesordnung. Auch Atomkraft ist keine Alternative zur Kohle und zum Eröl. Der radioaktive Müll belastet noch Jahrzehnte die Erde und eine sichere Lagerung ist nahezu unmöglich. Doch nicht nur die Lagerung, auch die Produktion ist ein Risiko, wie man am Beispiel von Tschernobyl gesehen hat.

Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, sich die klare Klimaschutzziele einzusetzen. Bis 2020 müssen 40 Prozent weniger Treibhausgase ausgestoßen werden, und bis 2050 eine Reduktion um 80 Prozent in den Industriestaaten erreicht sein. Sonst können auch Forscher nicht mehr vorhersagen, was der Welt bevorsteht. Erste Anzeichen der zunehmenden Erderwärmung lassen sich schon heute feststellen: Gletscher schmelzen, immer häufiger fegen Stürme übers Land, und die Wahrscheinlichkeit von Hochwassern oder Hitzewellen nimmt zu. Klimaforscher gehen davon aus, dass sich die durchschnittliche Temperatur der Erde in den nächsten hundert Jahren um bis zu 6 Grad erhöhen könnte.

Um diesem Trend entgegenzuwirken, fordern Klimaforscher eine deutliche Reduzierung des Ausstoßes an Treibhausgasen wie Kohlendioxid. Das Kyoto-Protokoll sieht vor, dass die Industrienationen, die hauptverantwortlich für den Ausstoß an Treibhausgasen sind, ihre Emissionen um 5,2 Prozent (Ausgangsjahr 1990) bis zum Jahr 2012 senken müssen. Den einzelnen Ländern fallen dabei unterschiedlich hohe Reduktionsziele zu. So müssen die Länder der Europäischen Union (EU-15) den Ausstoß um insgesamt 8 Prozent verringern. Laut Expertenmeinung werden bis auf Großbritannien, Schweden und Frankreich alle anderen EU-Staaten ihr Reduktionsziel verfehlen.

Palmenurlaub für ein schmelzendes Grönland
Am 27. August 2005 luden sieben Greenpeace-Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren Passanten zum Palmenurlaub auf Grönland ein. Unter dem Motto „Die Sonne strahlt, die Erde auch, aber kein lacht. Nein zum Klimawandel und zur Atomkraft“ wollten sie auf die zunehmenden Klimaveränderungen aufmerksam machen.

Mit Satellitenbildern der UNO, die die erschreckenden Folgen des Klimawandels zeigen, verdeutlichten die Greenpeace-Jugendlichen die Problematik. Ebenso forderten sie die Passanten auf, sich an der Greenpeace-Unterschriftenaktion zu beteiligen. Mit der Unterschriftenaktion wurde Bundesumweltminister Jürgen Trittin dazu auffordert, sich auf der bevorstehenden Klimakonferenz Ende diesen Jahres in Kanada für klare Klimaschutzziele einzusetzen.

Ergebnis
Die Resonanz war sehr positiv. Besonders interessant war das Gespräch mit einer jungen Mutter, die aus dem Wendland kam und uns berichtete, wie ungewiss ihre Zukunft dort sei. Auch die Unterschriftensammlung lief gut. Einige Passanten ließen sich jedoch nicht überzeugen und argumentierten immer wieder damit, dass ein Wegfall der Atomkraft doch auch ein Wegfall von Arbeitsplätzen wäre. Dabei schafft der Umstieg auf regenerative Energien viel mehr Arbeitsplätze!
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