Greenpeace Hannover Logo
Offener Brief: Jeder Tag Atomkraft ist einer zu viel!
Offener Brief: Jeder Tag Atomkraft ist einer zu viel!

17.06.2011 | Greenpeace Hannover

Greenpeace Hannover hat an 14 Bundestagsabgeordnete aus Niedersachsen einen Offenen Brief verschickt, dem Atomausstiegsgesetz in seiner vorliegenden Form nicht zuzustimmen.

Der Offene Brief wird derzeit bundesweit von mehreren Greenpeace-Gruppen an Bundestagsabgeordnete aller Parteien versendet.

 

/// OFFENER BRIEF

Gesendet an:
Bulmahn, Edelgard (SPD) → geantwortet
Dehm, Dr. Dieter (DIE LINKE)
Dittrich, Heidrun (DIE LINKE)
Döring, Patrick (FDP)
Edathy, Sebastian (SPD)
Flachsbarth, Dr. Maria (CDU)
Keul, Katja (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) → geantwortet
Knoerig, Axel (CDU)
Marks, Caren (SPD)
Miersch, Matthias (SPD) → geantwortet
Pawelski, Rita (CDU) → geantwortet
Track, Kerstin (SPD) → geantwortet
von der Leyen, Ursula (CDU)
Winterstein, Dr. Claudia (FDP)
 

JEDER TAG ATOMKRAFT IST EINER ZU VIEL!

Am 29./30. Juni 2011 beschließt der Bundestag ein ganzes Paket neuer Gesetze zur Energiepolitik. Die Bundesregierung will unter anderem bis 2022 schrittweise aus der Atomkraft aussteigen und den Bau neuer Kohle- und Gaskraftwerke vorantreiben.
 
Greenpeace kämpft seit Jahrzehnten gegen die Atomkraft. Der jetzt vorgesehene Atomausstieg ist ein richtiger, aber viel zu langsamer Schritt. Nicht nur die Ethikkommission, auch das Umweltbundesamt und viele Experten halten einen früheren Ausstieg aus der Atomkraft für möglich. Greenpeace hat gezeigt, dass der Ausstieg bis 2015 versorgungssicher möglich ist.
Neue klimaschädliche Kohlekraftwerke sind als Brücke zur 100-prozentigen Versorgung mit Erneuerbaren Energien nicht geeignet. Stattdessen sollte auf Wind, Wasser und Sonne gesetzt werden, sowie auf Energieeinsparung, Energieeffizienz, hocheffiziente Gaskraftwerke und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen.
Warum werden unsere Atomkraftwerke nach einem Unglück wie in Fukushima nur im Schneckentempo abgeschaltet? Warum sollen gleich wieder zahlreiche neue Kohlekraftwerke gebaut werden, die das Klimaproblem weiter verschärfen?
 
Wir möchten Sie als Bundestagsabgeordneten in unserem Wahlkreis auffordern:

  • dem Atomausstiegssgesetz in seiner vorliegenden Form nicht zuzustimmen - denn ein deutlich früherer Ausstieg ist möglich
  • gegen den Bau neuer Kohlekraftwerke zu stimmen - denn Kohle ist der klimaschädlichste Brennstoff.

Über eine Rückantwort würden wir uns freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Greenpeace Hannover

 


Aktuelles:
> Offener Brief: Jeder Tag Atomkraft ist einer zu viel!
> AKW in Kaltreserve - teuer, gefährlich, überflüssig
> Deutschland unterstützt Risiko-AKW in Brasilien
> Anhörung im Bundestag: Greenpeace-Sprecher drängt auf Energiewende

Mehr zum Thema:
> Zum Greenpeace-Energiekonzept [PDF-Dokument]
> Atomausstieg selber machen - Infos zu empfehlenswerten Ökostromanbietern

Unser Tipp
Bienen-Ratgeber

Bienen-Ratgeber

Kampagnen
Rettet den Amazonas!

Rettet den Amazonas!