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Pestizide im Essen: Rote Karte für Lidl und real
Pestizide im Essen: Rote Karte für Lidl und real

18.11.2007 | Tonja Mannstedt

Am 3. Dezember 2005 protestierten Greenpeace-Aktivisten bundesweit vor Lidl- und real-Supermärkten gegen Pestizide im Essen. Auch in Hannover informierte die Greenpeace-Gruppe Kunden der Supermarktketten über die Gefahr in Obst und Gemüse. Sie verteilte den neuen Greenpeace-Ratgeber Pestizide aus dem Supermarkt. Dieser ist das Ergebnis einer großen Untersuchung von Greenpeace, bei der 658 Lebensmittelproben im Labor auf Pestizid-Rückstände getestet wurden.

Hintergrund
Bundesweit prangerten Greenpeace-Aktivisten am 3. Dezember 2005 bei mehr als 120 Supermärkten von Lidl und real (Metro) in 35 Städten den Verkauf von stark mit giftigen Pestiziden belastetem Obst und Gemüse an. Die Produkte bei Lidl und real sind laut einer bundesweiten Untersuchung vom Greenpeace Einkaufsnetz am stärksten belastet. Bei dem Großtest waren im September 658 Lebensmittelproben in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Labor auf 300 Pestizid-Rückstände getestet wurden. Lidl und real schnitten bei diesem Supermarkt-Ranking am schlechtesten ab. 32 Prozent des untersuchten Obst und Gemüses waren bei Lidl nicht empfehlenswert, bei real waren es 30 Prozent. Bei 21 Prozent der getesteten Lidl-Ware und bei 19 Prozent der getesteten real-Ware wurden sogar die gesetzlichen Höchstmengen erreicht oder überschritten.

Greenpeace hat die Supermarktketten Lidl und real wegen Überschreitungen der gesetzlichen Höchstmengen sowie wegen Extrembelastungen, die für Kleinkinder akut gesundheitsgefährdend sind, bei den Behörden angezeigt. Sechs deutsche Lidl- sowie sechs real-Proben enthielten auf Bundesebene nicht zugelassene Pestizide und wurden ebenfalls zur Anzeige gebracht. Greenpeace fordert von den Supermarktketten eine Sofort-Garantie, dass sie die gesetzlichen Grenzwerte einhalten und in Zukunft pestizidfreies Obst und Gemüse anbieten. Bisher kann Greenpeace Verbrauchern nur Bio-Ware empfehlen. Denn nur der Bio-Anbau verzichtet generell auf chemische Spritzmittel.

Pestizidbelastete Lebensmittel können Hormonhaushalt und Immunsystem beeinträchtigen, Krebs auslösen oder das Nervensystem schädigen. Keiner der getesteten Supermärkte schnitt mit seinem Obst- und Gemüseangebot befriedigend ab. Die Unterschiede zwischen den Ketten sind jedoch beachtlich. Getestet wurden neben Lidl und real (Metro) die Märkte Aldi, Billa in Österreich, Edeka/Spar, Migros in der Schweiz, Rewe, Tegut und Tengelmann.

Nein zu Pestiziden in Obst und Gemüse!
Am 3. Dezember 2005 protestierten Aktivisten der Greenpeace-Gruppe Hannover vor Lidl- und real-Märkten gegen Pestizide im Essen. In Linden sowie in Laatzen informierten sie Kunden und Passanten über die gesundheitsschädliche Pestizidbelastung von Obst und Gemüse dieser Supermarktketten.

Die Greenpeace-Aktivisten verteilten den neuen Greenpeace-Ratgeber Pestizide aus dem Supermarkt an die Kunden der Supermärkte. In diesem Ratgeber sind die Ergebnisse der bundesweiten Untersuchung des Greenpeace Einkaufnetzes zu Pestizidbelastungen aufgeführt.

Ergebnis
Die Kunden nahmen unsere Verbraucherinformationen zum größten Teil gern an.
Auch die Medien berichteten umfassend über den Pestizid-Skandal, zum Beispiel in der Neuen Presse.
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