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Protest gegen Shell's Ölbohrungen in der Arktis
Protest gegen Shell's Ölbohrungen in der Arktis

26.09.2015 | David Petersen

Greenpeace-Aktivisten aus Hannover protestieren heute an Shell-Tankstellen gegen Ölbohrungen in der Arktis und für den raschen Ausbau der Erneuerbaren Energien. Die Aktion ist Teil eines deutschlandweiten Aktionstages, an dem in über 40 Städten Aktivisten Zapfsäulen und Werbetafeln mit Protest-Labeln bekleben und Kunden vor Ort über Shells Pläne in der Arktis aufklären.

In Hannover protestierten die Umweltschützer an zwei Shell-Tankstellen. Mit Aufklebern wie „Die Arktis ist zu kostbar, um den Klimawandel weiter anzuheizen!“ kontern die Aktivisten den aktuellen Werbeslogan des Unternehmens, das Leben sei zu kurz, um Benzinpreise zu vergleichen.

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UPDATE vom 28.09. | Erfolg!!! Shell stoppt Ölbohrungen in der Arktis. Wie der Ölkonzern heute bekanntgab, zieht er seine Bohrflotte auf absehbare Zeit aus der arktischen Tschuktschensee ab. Shells Rückzug aus der Arktis ist ein enorm wichtiger Schritt. Jetzt geht es darum, dass in der Hohen Arktis rund um den Nordpol ein Schutzgebiet entsteht, das die industrielle Nutzung der Arktis auch künftig verhindert. Denn die Bodenschätze dort wecken weiterhin Begehrlichkeiten. Weiterlesen...

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Ölbohrungen in der Arktis sind eine klimapolitische Amokfahrt

Shell nutzt das Schmelzen des arktischen Meereises durch den Klimawandel, um an die Ölvorkommen der Arktis zu gelangen. Besonders absurd: Die riskanten Ölbohrungen sind nicht nur klimaschädlich, sondern blockieren auch eine globale Energiewende. Dabei sagen Wissenschaftler deutlich, dass die Ölreserven aus dem Arktischen Ozean im Boden bleiben müssen, wenn wir unter einem globalen Temperaturanstieg von 2 Grad Celsius bleiben wollen.

Wir fordern einen rascheren weltweiten Ausbau der Erneuerbaren Energien. Anfang der Woche hatte Greenpeace die Studie "energy [r]evolution 2015" vorgelegt, nach der die Welt ihren Energiebedarf ab 2050 vollständig mit Erneuerbaren Energien decken kann. Die dazu nötigen Investitionen würden mehr als kompensiert durch eingesparte Brennstoffkosten.

Ölbohrungen in der Arktis bergen unkalkulierbares Risiko

Shells Ölbohrungen in der Arktis bergen zudem ein unkalkulierbares ökologisches Risiko. Die US-Regierung schätzt die Wahrscheinlichkeit für mindestens einen größeren Ölunfall auf 75 Prozent, wenn Shell vor der Küste Alaskas Öl findet und diese Quelle innerhalb der kommenden Jahrzehnte ausschöpft. Ein solcher aber hätte in der sensiblen Region, in der ausgelaufenes Öl kaum geborgen werden kann und sich extrem langsam abbauen würde, katastrophale Umweltfolgen. Greenpeace kämpft seit Jahren dafür, dass Ölbohrungen in arktischen Gewässern verboten werden.

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