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Riesiges Schaufelrad gegen weitere Tagebaue
Riesiges Schaufelrad gegen weitere Tagebaue

05.07.2014 | David Petersen

Mit einem fünf Meter hohen, luftgefüllten Schaufelrad eines Braunkohlebaggers machte die EndCoal-Tour von Greenpeace gestern auch Station in Hannover. Die Umweltschützer protestieren damit gegen die klimaschädliche Energiegewinnung aus Braunkohle und rufen zur Teilnahme an der Anti-Kohle-Kette auf.

Die Braunkohleverstromung gehört zu den schlimmsten Umweltsünden Europas. Hunderte Milliarden Tonnen Kohlendioxid werden jedes Jahr in die Atmosphäre geblasen. In den Tagebaugebieten sind Grundwasser und Restlochseen versauert. Eisenocker bedroht das Leben in der Spree und im Biosphärenreservat Spreewald. Hunderte Quadratkilometer Land können wegen Rutschungsgefahr nicht mehr betreten werden. Tausende Menschen sind von Zwangsumsiedlung bedroht.

Menschenkette für Energiewende statt Braunkohle

Im Erdreich unter den Dörfern der deutsch-polnischen Lausitz lagern drei Milliarden Tonnen Braunkohle. Seit Jahrzehnten fräsen sich gigantische Schaufelräder durch das Land, um diese Kohle abzubaggern. Die Regierungen von Sachsen, Brandenburg und Polen planen dort weitere riesige Kohlegruben. Doch sauberer und umweltfreundlicher Solar- und Windstrom ersetzt immer mehr die Kohle- und Atomkraft.

Für den 23. August rufen Greenpeace und andere Organisationen daher zu einer Menschenkette gegen weitere Tagebaue in der Lausitz auf. Die Kette soll quer über die Neiße führen und die von der Abbaggerung bedrohten Orten Kerkwitz (Deutschland) und Grabice (Polen) verbinden.

Weitersagen & Mitmachen: Von Hannover werden Busse zur Menschenkette fahren. Tickets sind in Linden, List, Hannover-Mitte, der Nordstadt und online erhältlich. Damit eine Teilnahme nicht am Geld scheitert, wurden Mindestpreise festgelegt. Alle wichtigen Infos haben wir hier zusammengestellt:


Hintergrund: Mit dem riesigen Schaufelrad tourt Greenpeace bis Mitte August durch Deutschland. Mehr als 20 Städte stehen auf dem Tourplan. Anschließend geht es nach Tschechien und Polen. Vor Ort können Besucher ihre Stimme gegen die Braunkohle abgeben. In Deutschland prangern die Aktivisten neben der verfehlten Kohlepolitik der Bundesregierung vor allem die Energiepolitik der Bundesländer Brandenburg, Sachsen und Nordrhein-Westfalen an, die weiterhin auf Braunkohle setzen.

Greenpeace fordert hingegen einen Braunkohleausstieg bis spätestens 2030 und einen Ausstieg aus der Steinkohle bis 2040.

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