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Sie haben die Wahl – keinen weiteren Atomskandal
Sie haben die Wahl – keinen weiteren Atomskandal

17.08.2009 | Silke Schneider

Hannover, 15.08.09 - Aktivisten von Greenpeace Hannover informierten vor dem Hauptbahnhof Hannover zum Thema gefährliche Atomkraft. Mit Atommüllfässern und großem Banner machten wir am Ernst-August-Platz auf die Risiken und Gefahren der Atomkraft aufmerksam und klärten die Bürgerinnen und Bürger von Hannover auf. Denn 27.Sept. heißt es: Abschalten wählen!

Es wurden kleine Atommüllfässer an die Verbraucher verteilt. Denn da es kein sicheres Endlager gibt, bekam jeder Stromkunde symbolisch seinen Atommüll mit nach Hause. Die jüngsten Skandale um das Atomkraftwerk Krümmel und das Atommülllager Asse zeigen erneut, dass Atomkraft gefährlich ist.

Dennoch wollen die Energiekonzerne längere Laufzeiten für einige ihrer 17 Reaktoren durchsetzen. Die Gefahr weiterer Skandale und Störfälle wird dabei in Kauf genommen. Die CDU und FDP unterstützen dieses Vorhaben und treten für die Laufzeitverlängerungen der Atomkraftwerke an. Andere große Parteien wie SPD, Grüne und Die Linken bleiben zumindest beim 2000 festgelegten Atomausstieg. Die Bürger und Bürgerinnen haben die Wahl! Bei der anstehenden Bundestagswahl am 27.09.2009 können wir deutlich machen, dass wir eine Verlängerung der Laufzeiten oder sogar neue Atomkraftwerke nicht akzeptieren. Es geht um eine Richtungsentscheidung. Keine Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke! Daher am 27.09.2009 Abschalten wählen: Atomkraft schadet Deutschland!
Greenpeace hat dazu einen Wahlkompass Umweltpolitik herausgegeben. Greenpeace hat gefragt, die Spitzenkandidaten haben geantwortet. Er ist eine Hilfe für all jene, die mit ihrer Wahl auch ein Zeichen für Umwelt- und Klimaschutz setzen wollen. Den Wahlkompass gibt es kostenlos bei Greenpeace:
Wahlkompass

Die Laufzeitverlängerungen für die Atomkraftwerke gefährden den Ausbau der Erneuerbaren Energien (u. a. Wind, Sonne, Geothermie). Nach einem Beschluss über eine Laufzeitverlängerung werden die Konzerne mit aller Macht versuchen, die Ausbaudynamik der Erneuerbaren Energien zu stoppen, um Stromüberkapazitäten zu verhindern und ihre Marktanteile zu sichern. Die Energiewende wäre beendet und die technologische Vorreiterrolle Deutschlands im Zukunftsmarkt Erneuerbare Energien gefährdet. Wir müssen jetzt die Weichen für eine klimaschonende und sichere Energieversorgung auf Basis der Erneuerbaren Energien konsequent vorantreiben. Und das ohne Atom- und Kohlekraft.

Die Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke bedeuten die weitere Atommüllproduktion bis auf unbestimmte Zeit. Dabei zeigen die Skandale um die Atommüllendlager Asse und Gorleben, dass kein geeigneter Standort zur Sicherung dieses giftigen Mülls vorhanden ist. Die Kosten für die Sanierung der Asse hat der Steuerzahler zu tragen!

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