Kleidertauschparty: Tausch-Rausch statt Kauf-Rausch

Kleidertauschparty: Tausch-Rausch statt Kauf-Rausch

Wirtschaftliche Alternativen für die Produzenten des globalen Südens – das ist das Thema der Fairen Woche, die vom 15. bis zum 29. September in Hannover stattfindet.

In diesem Jahr beteiligen wir uns an dem Event mit einer Upcycling- und Kleidertausch-Party.

Sechs Euro kostet ein schwarzer Polyesterpullover bei einem der namhaftesten Fast-Fashion-Konzerne der Welt. Was für den Konsumenten nach einem Schnäppchen klingt, offenbart seinen wahren Preis in den Ländern, in denen billige Modeartikel produziert werden.

So sind in China, wo ein Großteil unserer Kleidung herkommt, über zwei Drittel der Flüsse und Seen verschmutzt und rund 320 Millionen Menschen leben ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser. Der Grund: Durch geringe Umweltauflagen können Textilfabriken dort chemische Giftstoffe direkt ins Grundwasser ablassen.

Im Rahmen der Greenpeace Detox-Kampagne haben sich zahlreiche Fashion-Konzerne dazu verpflichtet, bis 2020 in ihren Produktionsstätten auf den Einsatz dieser Schadstoffe zu verzichten. Trotzdem ist eine umweltfreundlichere Modeindustrie nur möglich, wenn Konsumenten langfristig weniger einkaufen.

Denn viele der zur Kleiderherstellung eingesetzten nicht-toxischen Rohstoffe sind in ihrer Produktion extrem ressourcenintensiv. Der Anbau von Baumwolle verbraucht derzeit beispielsweise weltweit soviel Wasser, wie alle Privathaushalte der Erde zusammen.

Aber nicht nur zum Wohle der Umwelt ist ein Wandel hin zum nachhaltigen Kleiderkonsum unabdingbar. Auch Menschenrechte leiden unter unserem Einkaufsverhalten. So arbeitet ein Großteil der weltweit rund 60 Millionen Beschäftigten in der Textilindustrie im globalen Süden – und würde eigentlich das drei- bis vierfache seines Lohnes benötigen, um lebensnotwendige Grundbedürfnisse zu decken. Die Folge: Angestellte leisten bis zu acht Überstunden pro Tag, ohne Mittagspausen oder Wochenenden, um die eigene Familie zumindest mit dem Nötigsten versorgen zu können.

Wer die konventionelle Modeindustrie nicht weiter unterstützen möchte, hat alternative Möglichkeiten: Bei unserer Kleidertausch-Party am 23. September in der Fössestraße 103 können von 16:00 bis 19:00 Uhr alte Textilien beispielsweise eingetauscht oder in einer Upcycling-Ecke repariert werden.

Wir informieren an einem Beauty-Stand über umweltfreundliche Kosmetik, und der PlatzProjekt e.V. bietet mit einem großen Flohmarkt direkt neben der Party vielfältige, nachhaltige Einkaufsmöglichkeiten. Außerdem startet um 16 Uhr die Juke Joint Party live mit Bluesmusik von den "Hound Dogs"

Die Tauschregeln:

  1. Bringt gut erhaltene und saubere Kleidung mit (bitte keine Unterwäsche oder Schwimmsachen)
  2. Pro Person können maximal fünf Teile an Frauen- und zehn Teile an Männermode abgegeben werden
  3. Nehmt mit, was Euch gefällt (Ihr müsst dafür nichts zahlen und auch nicht unbedingt selbst Tauschware dabeihaben)

Lust, mitzumachen? Dann ab zur Anmeldung auf unserer Facebook-Seite: https://bit.ly/2wxKTXb

Datum

23 September 2017
Vorbei!

Uhrzeit

16:00 - 17:00